Chor Umoja - Proben

 

Wir erlernen die Lieder zum Instrument (Gitarre) unter fröhlicher Anleitung unseres Chorleiters.

Die meist eingängigen Melodien werden durch Nachsingen und Wiederholen verinnerlicht,

dabei sind Notenkenntnisse nicht erforderlich.

Lachen und auch gemütliches Zusammensein kommen bei uns nicht zu kurz!

 

Somit ist der Einstieg für Interessierte einfach und wir laden jeden,

der gerne in einem Chor singen möchte, zu einem „Schnuppern“ ein.

 

Normalerweise finden unsere Proben montags, von 19.30 – 21.00 Uhr

in der Ev. Kirchengemeinde Nathanael,

 Escher Str. 160, 50739 Köln-Bilderstöckchen statt.

Aufgrund der Corona-Einschränkungen proben wir derzeit mittels "Zoom" online. Das funktioniert sehr gut!

Schaue doch per "Zoom" bei uns vorbei und mache bei einer Probe mit. Die dafür erforderlichen Login-Informationen

teilen wir dir gerne auf Anfrage mit.

Auch wenn Du Dir eine Online-Probe nicht zutraust

und Fragen zu "Zoom" hast, kannst Du gerne Sabine oder Achim ansprechen.

 

Sabine Weinecke

Mobiltelefon: 0176 - 86 96 56 59

E-Mail: sabine.weinecke@online.de

 

Achim Schlieper

Mobiltelefon: 0174 - 76 95 531

E-Mail: finca-las-palmeras@gmx.de

 

Aber wie funktioniert eine Chorprobe im Lockdown?

Hier eine anschauliche Darstellung von Rita Goldammer:

 

                                                                      Eine Chorprobe im Lockdown

Was macht eigentlich ein Chor, nennen wir ihn „Umoja“ (das bedeutet „Gemeinschaft“ in der afrikanischen Sprache Suaheli) während einer Pandemie, die hauptsächlich durch Aerosole übertragen wird, die gerade beim Singen freigesetzt werden? Was macht ein Chor, wenn ein staatlich angeordnetes Kontaktverbot greift, welches ein Treffen von mehr als zwei Personen aus zwei Haushalten unter Strafe stellt und strenge Abstandsregeln vorsieht?

 Nichts, sollte man leichthin meinen. Stimmt aber nicht!

Der Chor Umoja, der unter seinem Chorleiter Michel Sanya, gebürtig aus dem Kongo, afrikanische Songtexte mit einer passenden Choreographie einstudiert und zu Gehör bringt – also in sogenannten normalen Zeiten – gibt so leicht nicht auf. Wozu haben denn die Jungs in kalifornischen Garagen die Digitalisierung erfunden? Genau! Damit wir Singfreudige weltweit vernetzt in unseren privaten Kemenaten mittels digitaler Technik und ausgefeilter Software-Anwendungen miteinander kommunizieren können. Bei einem Chor bedeutet das: zusammen singen!

Und das geht so: jeden Montagabend um 19:30 Uhr lädt Michel Sanya seine Chormitglieder via ZOOM zu einer virtuellen Gesangsprobe ein. Nach und nach trudeln alle Sägerinnen und Sänger ein – wie bei einer normalen Probe eben. Nur heißt es jetzt nicht: „Wieder mal eine Bahn ausgefallen!“ sondern: „Ich hatte noch ein wichtiges Telefonat“. Wir begrüßen uns in unserer „TelKo“, in der alle Anwesenden in einzelnen Bildausschnitten auf dem Monitor des PC zu sehen sind mit kurzem Winken, Michel holt seine Gitarre und los geht‘s.

DoReMiFaSolLaSiDo vierstimmig, aufsteigend, absteigend. Ein paar Atemübungen, ein paar Dehnübungen. Jede und jeder in seiner Kölnischen Garage, sprich Küche, Wohnzimmer, Arbeitsraum, Lea gelegentlich mit Kleinkind auf dem Schoß, Lilli und Achim auf einem Sofa, weil sie ein Paar sind, Monika und Hajo in getrennten Räumen einer gemeinsamen Wohnung, weil auch sie ein Paar sind. Johanna stehend und tanzend, bei allen die Hände im Einsatz, wenn die eingeübte Choreographie es verlangt.

Gesungen wird in jeder der vier Stimmlagen einzeln. Michel singt vor, wir sind stumm geschaltet, ab und an holt er für Sopran und Alt seine Frau Johanna dazu. Und wir tapferen Sängerinnen und Sänger hocken im Homeoffice vor dem Monitor unseres PC und singen unseren Part, laut und so schön wie möglich. Ab und an auch solistisch für alle im Chor hörbar. Bei mir hat noch kein Nachbar mit dem Besen an die Decke geklopft. Allerdings schließe ich vorsichtshalber die Fenster.

Wir sind ja alle euphorische Laien. Zusammen sind wir ein Chor, Umoja=Gemeinschaft eben. Und daher habe ich großen Respekt davor, dass es unserem Chorleiter gelungen ist, bisher drei Videos zu produzieren mit Liedern, die für den Chor komplett neu waren und im Lockdown unter den genannten Umständen einstudiert worden sind. Wir haben das besinnliche Lied „Ukuthula“ mit Leas schöner Solostimme aufgezeichnet, „Morena Jesu“ gesungen, getanzt und getrommelt, und zu Weihnachten 2020 „Katika Ulimwengu“ mit Lichterglanz versehen. Wir hatten viel Spaß dabei, und wir können stolz sein, diese Experimente gewagt zu haben!

Nix es esu schlääch, dat et nit för irjensjet jot wör! So sagt man hier in Köln pragmatisch, wenn mal wieder die Welt total verrückt spielt. Ich zum Beispiel, nicht mehr im Berufsleben, eher analog als digital unterwegs, ich habe ohne große Mühe meinen Part als weiblicher Tenor gesungen, dazu ein Video aufgenommen und verschickt, alles Neuland, damit Michel Sanya aus den einzelnen Beiträgen schöne Chor-Videos zusammenstellen konnte. Meine Kinder und Enkel waren jedenfalls beeindruckt.

Was macht also ein Chor – nennen wir ihn „Umoja“ - während einer Pandemie? Ein Chor macht das, was er immer macht: er probt bis zur Aufführungsreife, hofft darauf, dass er bald wieder auftreten darf und stellt in der Zwischenzeit das Resultat schon mal ins Netz – für alle Fans weltweit!

 

Rita Goldammer (Tenor) am 3. März 2021

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Probe im Gemeindesaal der Kirche Nathanel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshop als Vorbereitung für die Weihnachtskonzerte 2017

 

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